Der Fernseher

"Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern!" 1 Jo. 5,21


Der Fernseher ist heute
in manchem Christenhaus,
man sitzt davor und schauet
in sünd' ge Welt hinaus.

Man sieht in ihm so manches,
was sehr verderblich ist,
und was nicht sollte schauen
ein wahrer, echter Christ.

Denn wir sind ja gestorben
der Welt und leben jetzt
für Gott, der uns durch Christus
in Himmel hat versetzt.

Und nun möchte man fragen
den, der ihn trotz dem schaut:
„Was hat denn dich bewogen
zu kaufen solch „Unkraut"?

Du warst zuvor gewarnt doch,
dass es dir schädlich wird;
und du hast es missachtet
und hast damit geirrt".

Der eine sagt: „Ihn brauchen
die Kinder unbedingtl"
Doch eine Heuchelnsnote
in dieser Rede klingt.

Denn es sind ja bei manchen
die Kinder jung dazu
um sie zu unterweisen, -
warum dann eilst denn du?

Der andre sagt: „ Ich brauch ihn
um wissen unsre Zeit."
Sagt's nicht die Bibel klarer
wie's stehet um uns heut?

Und wiederum ein andrer
zum Vorwand dies vorhält:
um nicht als Tor erscheinen
in dieser klugen Welt.

Er hat bereits vergessen
wie Gott die Frage stellt:
Wer vor mir weise sein will,
sei Narr in dieser Welt."

Noch eines möchte gerne
von dir ich wissen jetzt:
was dich an ihm erquicket
und dich so sehr ergötzt?

Ist es nicht wie die Schrift sagt
hier deine Augenlust?
Die dich zu ihm stets treibet
und reizt zur Sünd' die Brust.

Und mehr noch, es erreget
auch Fleischeslust in dir,
wenn unkeusch' Bilder ziehen
vor deinen Augen hier.

Dazu ist er ein Räuber
der Zeit im Tageslauf,
hält dich vor guten Werken
in deinem Leben auf.

Wie viel für deinen Nächsten
du könntest Gutes tun,
wenn du nicht vor ihm säßest
im lauen, faulen Ruh'n.

Die Stunden dich verklagen
dereinst in dem Gericht,
wenn du musst Rechnung geben
vor Gottes Angesicht.

Sie doch, welch großen Schaden
er deiner Seele macht.
Was du vielleicht so ernst nicht
in deinem Herz gedacht.

Ich rate dir : eil, säum nicht
von ihm dich machen frei,
damit die Pfort' zum Himmel
dir offen einstens sei.

H. E.